Worte

Mir fehlen die Worte irgendwie.
Ich schreibe nicht mehr viel.
Wozu auch?
Worte in einer Zahl deren Nullen hier kaum Platz finden würden, strömen nonstop in einer grossen Welle rund um den Erdball.
Die Atmosphäre ist übervoll von Worten.
Jeder will etwas zu sagen haben, jeder glaubt er habe etwas zu sagen.
Viele denken, dass das was sie zu sagen haben andere interessiert oder gar wichtig sei.
Das Meiste ist einfach nur unwichtig und nur für den wirklich wichtig der die Worte spricht oder schreibt.
Kommunizieren um jeden Preis.
Bei Twitter, Facebook oder wo auch immer rund um die Uhr Kund tun was man tut, denkt oder nicht tut.
Dadurch zu glauben, dass man wichtig ist, dass man nicht in der Masse als ein kleiner Floh untergeht ist vielleicht typisch für unsere Zeit.
Worte über Worte.
Meine Worte wollen jetzt nicht alle mehr gesagt sein, nein, sie ruhen in mir.
Sie ruhen und geben mir dadurch Ruhe.
Sie drängen nicht mehr aus mir zu sprudeln, sie sind einfach da.
Sie sammeln sich.
Sie sind in mir ein Teil von mir der nur mir gehört.
Manchmal teile ich sie mit jemandem wie heute mit dir, aber sie wollen nicht mehr allen gehören.
Mir fehlten die Worte irgendwie und darum behalte ich sie jetzt für mich und geb sie nicht mehr einfach her.

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