Eidenbenz geht um

Es geht etwas neues um in der Schweiz, welches vielleicht doch nicht so neu ist, sondern einfach im Dunkeln, an Orten an denen es nicht so sichtbar war bisher sein Unwesen trieb. Es ist der Eidenbenz der wieder herumgeistert, den wir vertreiben müssen, um nicht in seine Knechtschaft zu gelangen. Der Eidenbenz, erfunden von Charles Lewinsky für einen satirischen Roman, verkörpert alles das was ich NICHT mit der Schweiz verbinden möchte, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Sturheit. Der Artikel von Charles Lewinsky im Tagi nach der Abstimmung über das Minarett-Verbot beschreibt diesen Geist, als Musterbild eines Politikers, der mit dem Appell an dumpfe Vorurteile Karriere macht. Dieser Geist geht an vielen Orten ein und aus vorzugsweise an Orten, wo Menschen leben, die selten in Kontakt mit dem „Fremden“ kommen, da sie hinter den sieben Bergen leben und einen eigenen Blick auf die Welt hinter den Bergen entwickelt haben, der vermutlich weit weg von der modernen Welt und unserer alltäglichen Realität liegt. Sie die Urschweizer wissen noch was ein echter Schweizer ist und was es zu verteidigen gilt. Sie sind es dann auch, die besonders stolz sind wenn unsere Sportler (wie etwa bei der U17) mit Mannschaften siegen, die fast ausschliesslich aus Schweizern besteht, die ursprünglich aus anderen Ländern kommen die nicht einmal zu Europa gehören. Da heisst es dann UNSERE Schweizer haben gesiegt und man ist mächtig stolz. Aber inzwischen sind es nicht nur die hinter den sieben Bergen, die ihre Helebarden wieder einsatzbereit gemacht haben, sondern auch im aufgeklärten Zürich, begegnet man immer mehr solchen Menschen, die die „wahren Werte“ der Schweiz verteidigen wollen, die dann auch gleich selber bestimmen, wie denn die „wahren Werte“ für den einzelnen Bürger auszusehen haben. Demokratisch haben wir abgestimmt, aber ein einig Volk von Schweizern sind wir schon lange nicht mehr und der Graben zwischen denen die Freiheit rufen und denen die Freiheit leben klafft weit auseinander. Ich gehöre zu denen, die Freiheit leben möchten und diese auch allen anderen zugestehen, egal welcher Rasse oder Religion. Bisher hatte ich das Gefühl, dass ich in der Schweiz nicht dafür kämpfen muss, weil wir diese Freiheit einfach haben, nun ist mir klar, dass sich dies auch ändern könnte und zwar schneller als ich mir vielleicht vorstellen kann. Noch glaube ich an eine liberale Schweiz und versuche optimistisch zu bleiben…. bis zu den nächsten Wahlen.

Hier der Link zum lesenswerten Artikel von Charles Lewinsky.

Ein Kommentar

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  1. Dank der Ausländer floriert nicht nur die Wirtschaft in der Schweiz, sondern auch die
    Partnerbeziehungen. Diese Beziehungen sind warmherzig, abenteuerlich und schön, weil die Ausländer fröhlich, ehrlich und tolerant sind. Schade, dass sie ausgenützt und wie Abfall weggeworfen werden, wenn die Schweizer sie nicht mehr brauchen. Die Ausländer machen nämlich einen einzigen Fehler, sie öffnen ihr Herz.

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