plädoyer für die leidenschaft

endlich hat eine frau geschrieben, was ich schon lange vertrete. es lohnt sich wirklich den text zu lesen.
als ich mich vor 10 jahren nach sehr langer zeit von meinem damaligen mann trennte, war für mich klar, das was ab jetzt kommt, ist keine gemütliche zweisamkeit, keine harmonie in der man sich so wunderbar ergänzt sondern leidenschaftliches leben. alle höhen und tiefen des liebeslebens wollte ich erleben. keine lauwarmen gefühle, nein für die ganz starken gefühle und emotionen, war ich bereit auch tiefen schmerz zu erfahren. eindringen wollte ich ins universum der leidenschaft und tat dies auch mit allen konsequenzen. ich habe es nie bereut und tue es noch immer.
diese abgestumpfte gesellschaft in der wir in den so genannt entwickelten ländern leben hat keinen lebenssaft mehr. was das blut noch zur wallung bringt sind börsenkurse oder ein selbstherrlicher wüstensohn der die schweiz von der landkarte zum verschwinden bringen will. aber den mut zur leidenschaft, zu gefühlen von denen man nicht weiss was sie am schluss aus einem machen werden, den bringen nur noch wenige auf. schöne neue welt… alles geregelt, auch die gefühle. nur nicht aus dem rahmen fallen oder gar zeigen, dass man aus liebe am verzweifeln ist, falls man überhaupt noch so weit kommt. das passiert nur verlierern, die nicht alles im griff haben, die noch nicht gemerkt haben wie das leben läuft. für die ganz grossen gefühle geht man ins kino, da kann man sie dann von weitem anschauen und un-berührt bleiben. liebesdramen passieren nur im film oder stehen mal in der zeitung, haben aber doch mit uns und unserer gefühlswelt nichts zu tun, uns würde doch so etwas nie passieren, wir haben uns im griff.
nein ich will mich nicht im griff haben sondern loslassen, geschehen lassen, zulassen, gehen lassen, leben, lieben und zwar leidenschaftlich und genau so wie es mir entspricht und nicht wie es von mir erwartet wird. es gibt keine genormte liebe sonst ist es keine und es gibt keine kontrollierte leidenschaft sonst ist sie keine mehr. es gibt keine regeln im spiel der leidenschaft, denn dieser satz „wenn wir uns verlieben, händigen wir dem anderen eine geladene pistole aus“ ist im übertragenen sinn sehr wahr. die liebe und die leidenschaft bergen immer ein risiko, genauso wie das leben, denn es endet immer mit dem tod und doch würden wir nie darauf verzichten wollen. darum also schluss mit der vernunft und leidenschaftlich drauflos leben!

3 Kommentare

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  1. das sagt sich leicht, wenn mensch keine verpflichtungen hat. manchmal wünsche ich mir auch die leidenschaft zurück…

    ups – eigentlich wollte ich hier gar nichts dazu sagen, nämmli! 🙂

  2. wow…..!!
    könnten meine worte sein:-)
    noch lebe ich es/das nicht zu 100%, weil da eben, wie falki so schön sagt, gewisse (beschissene) verpflichtungen sind-aaaaber…und das ist schlussendlich wichtig:ich lebe! im jetzt, nehme mir was mir gut tut, leidenschaftlich wie ich (schon immer war) bin :-))

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